Die mit dem Frankfurter Künstler Franz Mon entwickelte Inszenierung der zentralen Aufzüge der Swiss Re Zentrale bieten eine besondere Fahrt. Buchstaben sind auf die Glasscheibe und die Innenwand des Aufzugschachtes gedruckt und erzeugen bei jedem Halt ein neues Lautgedicht. In acht verschiedenen Aufzügen sind jeweils andere Umsetzungen der Wort- und Satzschöpfungen zu entdecken. Die auf der Verglasung aufgebrachten Buchstaben alliterieren immer auf den Buchstaben des Kerns und betonen damit die Bauteile des Gebäudes (A,B,C,D). Der 1926 in Frankfurt geborene Franz Mon ist einer der bedeutendsten Künstler der internationalen konkreten Poesie, deren Qualität und deren Prinzipien er in die verbale, visuelle und akustische Kunst eingebracht hat. Die Auseinandersetzung mit der Sprache reicht bis hin zu Architektur, Theater und Film. Mon setzt sich mit der Reflexion von semantisch-semiotischen Beziehungen, der Untersuchung der Zeichen-Sinnhaftigkeit unserer Schriftzeichen, der subtilen Veränderung des Sinns durch Decollage der Zeichen.
